Sturmtief „Burglind“ – Die Bilanz

Sie wurde hier, wie auch in vielen Medien stürmisch angemeldet. Und Sturmtief „Burglind“ hat nicht zuviel versprochen. Mit der Kaltfront und den damit heftigen Windböen hat Sie bis zum Mittag auch den Oberthurgau erreicht und dabei an der hauseigenen Wetterstation in Amriswil seit Ihrer jungen Bestehung im Mai 2013 den höchsten Wert gebracht. Nun aber alles der Reihe nach.

Satellitenbildanimation im Zeitraum von 10 – 13.45 Uhr: Der drehende Wirbel „Burglind“ mit der Kaltfront (blaue Linie) im Schlepptau die Kurs auf die Schweiz nimmt

Der frühe Morgen noch ruhig …

 

Der frühe Morgen begann in Amriswil und Umgebung noch mehrheitlich ruhig und die Tiefstwerte lagen um rund 5 Grad. Der Wind konnte sich noch nicht bis ganz runter kämpfen, währenddem er in nur leicht erhöhten Lagen bereits spürbar war. Im weiteren Verlauf des Morgens zog aber die Windstärke auch in den untersten Regionen sukzessive an. Dabei wurde im Vorfeld der herannahenden Kaltfront (noch) sehr milde Luft aus Südwesten zu uns geführt. Mit rund 13 Grad herrschten schon fast frühlingshafte Bediengungen.

… am Mittag folgte schwerer Sturm

 

Mit weiterem annhähern der Kaltfront wurde es aber je länger je mehr ungemütlich. Der Wind legte massiv zu und erreichte am Vormittag bereits 82 km/h. Um die Mittagszeit folgte dann der Durchzug der Kaltfront. Mit dem verbundenen, aber für solche Fronten typischen Druckanstieg, erreichten die Sturmwinde mit 90 km/h an der Station Amriswil das Maximum. Nebenbei ist dies der höchste je gemessene Wert an diesem Messort seit 2013. In der Region Oberthurgau inkl. Güttingen wurden ähnliche Spitzen erreicht.

Nach einem ruhigen frühen Morgen folgte danach ein schwerer Sturm. Hier die Windaufzeichnung der Messstation Amriswil

 

Maximale Windböen bis 15 Uhr in der Region Oberthurgau

Entwurzelte Bäume und heruntergefallene Dachziegeln

 

Solch ein Sturm ist nicht ohne Folgen. Entwurzelte Bäume und abgebrochene Äste sowie heruntergefallene Dachziegeln hielten Feuerwehr und Dachdecker auf Trab.

  • Umgestürzte Tanne an der Bahnhofstrasse in Neukirch
„Christine“ folgt auf „Burglind“

 

Das gröbste von Sturmtief „Burglind“ ist überstanden. In der labilen Kaltluft gibt es zwar nach wie vor kräftige Böen, mehr als 50 km/h dürften diese aber nicht überschreiten. Das nächste Sturmtief mit dem Namen „Christine“ steht aber über den Britischen Inseln in den Startlöchern. Diese schickt eine aktive Warmfront und bringt uns einen trüben, nassen Donnerstag. Der Wind bleibt auch bei „Christine“ weiterhin ein Thema mit Böen bis 70 km/h.

Die dazugehörige Kaltfront, die im Normalfall darauf folgt bleibt aber aus. Diese bleibt westlich der Schweiz stehen.

Druckverteilung für morgen Donnerstag 12 Uhr

Windtechnisch wird es danach ruhiger. Bise und Föhn werden dann ein Thema.

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